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Muss ich in der Schwangerschaft meine Vitaminzufuhr erhöhen?
Welche Vitamine sind wichtig fürs Kind?

Vitamine in der Schwangerschaft Eine ausreichende Vitaminzufuhr ist sowohl für die werdende Mutter als auch für das Baby sehr wichtig.

Viele Frauen verspüren während der Schwangerschaft ein gesteigertes Hungergefühl. Geben Sie sich aber nicht jedem Gelüst hin. Für das Wohlbefinden Ihres Kindes sollten Sie auf eine Versorgung mit allen wichtigen Vitaminen sowie Mineralstoffen achten. In der Schwangerschaft muss der Körper enorme Leistungen erbringen, folglich müssen die Energiereserven regelmäßig aufgefüllt werden. Dies gilt unter anderem auch für die nachfolgend genannten Vitaminspeicher. Welche Vitamine besonders wichtig sind, wie viel Sie von diesen in der Schwangerschaft benötigen und in welchen Lebensmitteln Sie diese finden, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Aufgaben der Vitamine im Körper

Vitamine in der Schwangerschaft Checkliste Unsere Checkliste erklärt, welche Lebensmittel welche Vitamine enthalten (Einfach anklicken und herunterladen).

Vitamine erfüllen wesentliche Funktionen im Organismus. Sie steigern die Leistungsfähigkeit sowie Mobilität des Immun- und Nervensystems und sind unentbehrlich für eine aktive und vitale Lebensführung. Darüber hinaus sind sie hauptsächlich an der Umwandlung von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen in Energie und Baustoffe beteiligt, die der Mensch über die Nahrung in den Körper einschleust. Außerdem wirken Vitamine tatkräftig beim Aufbau von Hormonen, Enzymen und Blutzellen mit. Im weiteren Verlauf erfahren Sie mehr über die einzelnen Funktionen der verschiedenen Vitamine und ihre spezielle Bedeutung in der Schwangerschaft.

Vitamin A

Während der Schwangerschaft ist der Bedarf an Vitamin A etwas höher als normal. Die empfohlene Tagesdosis liegt dann bei 1,1 mg statt 0,8 mg. Allerdings sollte man hierbei auch darauf achten, möglichst nicht zu viel dieses Vitamins zu sich zu nehmen, da auch das zu schweren Schäden führen könnte. Verzichten Sie lieber auf etwaige Zusatzpräparate, solange Ihnen Ihr Arzt nichts anderes sagt. Da unsere Leber dieses Vitamin speichert, sind Schwangere häufiger von einer Überdosierung betroffen, als von einem Mangel. Schädigungen durch eine Überdosierung können Missbildungen beim Kind, Wachstumsstörungen, Leber- sowie Augenschäden darstellen.

Das Vitamin A gilt als wichtiger Baustein des Sehfarbstoffs und wird für den Hautaufbau gebraucht. Es schützt die Schleimhäute vor dem Austrocknen, sodass das Infektionsrisiko niedrig gehalten werden kann. Außerdem unterstützt es noch den Aufbau von Knochen, Zähnen und Haaren. Natürliche Vitamin A-Quellen sind rote Paprika, Spinat, Aprikosen, Kürbis, Möhren, Grünkohl und Fisch. Auf Leber sollten Sie auf Grund der großen Menge an Vitamin A allerdings verzichten. Durch den Verzehr anderer tierischer Produkte besteht auf Grund der geringen Mengen an Vitamin A keine große Gefahr einer Überdosierung.

Vitamin B1, B2, B3

In der angegebenen Reihenfolge sind jeweils täglich 1,2 mg Vitamin B1, 1,5 mg Vitamin B2 und 14 mg Vitamin B3 einzunehmen. Für Stillende gilt: 1,3 mg des Vitamins B1, 1,4 mg des Vitamins B2 und 16 mg des Vitamins B3.

Vitamin B1 für das Herz

Orangen und Karotten Möhren und Apfelsinen sind allgemein als gute Vitamin-Lieferanten bekannt.

Das Vitamin B1, auch Thiamin genannt, ist für die gesunde Entwicklung des Herzens, des Gehirns und des Nervensystems zuständig. Häufige folgen eines Mangels in der Schwangerschaft stellt daher eine Herzinsuffizienz sowohl der Mutter als auch des Kindes dar. Natürliche Quellen des Vitamin B1 sind Erbsen, Weizenkeime, Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Fleisch (v. a. vom Schwein), Scholle, Thunfisch, Kartoffeln, Vollkornprodukte und Erdnüsse.

Vitamin B2 für ein gesundes Wachstum

Das Vitamin B1, auch Riboflavin genannt, fördert das Wachstum, gesunde Haut und gutes Sehen. Auch für die Knochen und Muskeln des Babys ist es wichtig. Ein Mangel äußert sich häufig durch Fehlbildungen, wie z.B. eine Gaumenspalte oder zusammengewachsene Finger und Zehen. Natürliche Quellen des Vitamins stellen Milch und Milchprodukte, Käse, Quark, Geflügel, Vollkornprodukte, Champignons, Hühnereier und Fisch dar.

Vitamin B3 für einen funktionierenden Kohlenhydratstoffwechsel

Das Vitamin B3, auch Niacin genannt, ist am Fett-, Eiweiß- und Kohlenhydratstoffwechsel beteiligt und dadurch auch für die Energiegewinnung. Außerdem unterstützt es die Regeneration von Muskeln, Haut und Nerven. Ein Mangel äußert sich meist in Verdauungs- oder Schlafstörungen sowie in Mundtrockenheit, Schwindel und Kopfweh. Natürliche Quellen des Vitamins sind Brechbohnen, Sojabohnen, Erdnüsse, Kohl, Fisch, Avocados, Bananen, Vollkornprodukte, Hühner- und Schweinefleisch.

Vitamin C

Um Infekten vorzubeugen, sollten Schwangere täglich etwa 110 mg konsumieren. Das stärkt nicht nur das eigene Immunsystem, sondern auch das des Babys. Des Weiteren wird Vitamin C für die Zellatmung im Organismus sowie für die Wundheilung dringend benötigt. Die im Vitamin C enthaltene Ascorbinsäure ist dabei für den Aufbau und die Regeneration des Körpergewebes zuständig sowie für die Widerstandsfähigkeit der Knochen und Zähne. Außerdem sorgt Vitamin C dafür, dass das Eisen aus den Lebensmitteln besser vom Körper aufgenommen werden kann.

Lieferanten sind frisches Obst und Gemüse, wie z.B. Paprika, Rosenkohl, Brokkoli, Tomaten und Kartoffeln, außerdem Fenchel, Petersilie, Zitrusfrüchte, Kiwi, schwarze Johannisbeeren, Wassermelonen und Sanddornsaft. Im Gegensatz zum Vitamin A ist eine Überdosierung des Vitamin C weder in noch außerhalb der Schwangerschaft gefährlich. Unser Körper nimmt nämlich lediglich so viel des Vitamins auf, wie er benötigt. Den Rest scheidet er über den Urin einfach wieder aus.

Folsäure

Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft Eine ausgewogene, gesunde Ernährung muss für werdende Mütter während der Schwangerschaft obligatorisch sein.

Das B-Vitamin Folsäure oder auch Vitamin B9 oder B11 genannt, ist maßgeblich an der Bildung und Reifung von roten Blutkörperchen beteiligt und steuert die Zellteilung und das Zellwachstum. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Schwangeren eine tägliche Zufuhr von 0,6 mg durch folsäurehaltige Lebensmittel, wie Spinat, Brokkoli, Rosenkohl, Eigelb, Spargel, Weizenkeime, Bananen, Apfelsinen und Mangos. Da Folsäure unter Wärmeeinwirkung verloren geht, sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihr Gemüse möglichst schonend zubereiten. Eine Möglichkeit wäre es zum Beispiel das Gemüse zu garen, statt zu kochen.

Herrscht ein Mangel an Folsäure, können sich Risiken für die Gesundheit des Babys ergeben. Mütter können an Blutarmut erkranken oder aber an Verdauungsstörungen leiden, was sich potenziell wiederum negativ auf die Kindesentwicklung auswirkt. Eine mögliche Folge von Folsäureunterversorgung ist der Neuralohrdefekt, d. h. Fehlbildungen von Rückenmark und/oder Gehirn). Mehr Informationen erhalten Sie im Ratgeber Warum spielt Folsäure in der Schwangerschaft eine wichtige Rolle?

Der Tagesbedarf an Folsäure richtet sich unter anderem nach dem Alter und bestimmten Umständen, wie einer Schwangerschaft. Die Richtwerte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für die Tageszufuhr von Folsäure, lauten wie folgt:

  • Säuglinge (bis 4 Monate): 60 Mikrogramm
  • Babys (4 bis 12 Monate): 80 Mikrogramm
  • Kleinkinder (1 bis 4 Jahre): 120 Mikrogramm
  • Kinder (4 bis 7): 140 Mikrogramm
  • Kinder (7 bis 10): 180 Mikrogramm
  • Kinder (10 bis 13): 240 Mikrogramm
  • Erwachsene (ab 13 Jahren): 300 Mikrogramm
  • Schwangere: 600 Mikrogramm
  • In der Stillzeit: 450 Mikrogramm

Vitamin D

Sonnenschein und Wiese Ein täglicher Spaziergang kann helfen, die Vitamin D Reserven des Körpers wieder aufzufüllen.

Dieses Vitamin ist für die Knochenbildung und das Zahnwachstum unentbehrlich. Durch den Verzehr von sowohl Milch als auch anderen Milchprodukten können Sie den Bedarf leicht abdecken. Auch der Genuss von Fisch (z. B. Forelle, Hering, Makrele), Pilzen und Avocados ist zielbringend. Zudem wird die Bildung von Vitamin D auf der Haut durch den direkten Einfluss der Sonne gefördert. Tatsächlich macht die Sonneneinstrahlung den Hauptteil der Vitamin D Aufnahme aus. Lediglich 10 Prozent des Bedarfs nehmen wir durch das Essen zu uns.

Ob ein Mangel Auswirkung auf die Schwangerschaft hat ist bis heute umstritten. Manche Studien erkannten einen Zusammenhang zwischen einem Vitamin D Mangel und Schwangerschaftsdiabetes, andere erkannten keinen Zusammenhang. Fakt ist, dass bereits 10 Minuten Sonne im Gesicht den täglichen Bedarf decken können. Essen Sie zudem noch fettreichen Fisch, dann brauchen Sie keine Panik vor einem Mangel haben. Zusätzliche Präparate sind in der Regel nicht notwendig.


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