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Ratgeber-Übersicht für werdende Eltern

Wie beschütze ich mein Baby vor dem plötzlichen Kindstod?

Plötzlicher Kindstod Im ersten Lebensjahr Ihres Kindes ist die Gefahr des plötzlichen Kindstods am höchsten.

Kindstod - Ursachen & Vorbeugung

In Deutschland sterben pro Jahr über 100 Säuglinge am plötzlichen Kindstod. Die Ursachen sind bis heute nicht gänzlich geklärt, jedoch sind Risikofaktoren bekannt. Wir verraten Ihnen Präventionsmaßnahmen, die bei richtiger Anwendung das Risiko von Kindstod senken.

Der plötzliche Kindstod

Jedes Jahr sterben in Deutschland Babys am plötzlichen Kindstod, der auch unter der medizinischen Bezeichnung SIDS (Sudden Infant Death Syndrom) bekannt ist. Andere Bezeichnungen sind plötzlicher Säuglingstod oder Krippentod. Stirbt ein eigentlich gesunder Säugling ohne sichtbare Ursache im Schlaf, spricht man vom plötzlichen Kindstod. In etwa 90 Prozent der bekannten Fälle verstarben die Babys in der Nacht. Erklärende Ursachen für das unvorhergesehene Versterben der Kinder sind bis heute kaum vorhanden.

Zu den bekannten Risikofaktoren gehören beispielsweise das Schlafen in Bauchlage oder auch das Rauchen in der Schwangerschaft sowie Stillzeit. Das Risiko für den plötzlichen Kindstod ist im ersten Jahr nach der Geburt am höchsten; die meisten Fälle ereignen sich zwischen dem 2. und 4. Lebensmonat (je älter ein Kind wird, desto geringer ist die Gefahr). Darüber hinaus sind laut Statistik mehr Jungen als Mädchen betroffen.

Potenzielle Ursachen und Risikofaktoren

Kindstod durch Überhitzung Überhitzung durch zu warme Kleidung beim Schlafen birgt ein Risiko.

Die tatsächlichen Ursachen für den plötzlichen Kindstod sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Risikofaktoren sind hingegen hinreichend belegt. In der Vergangenheit mehrten sich Hinweise auf genetische Dispositionen, die in Verbindung mit weiteren Faktoren bzw. etwaigen Einflüssen das Eintreten des plötzlichen Kindstods fördern. Bekannte Risikofaktoren sind:

  • Bauchlage des schlafenden Säuglings
  • Überhitzung des Babys im Schlaf
  • Raucherumgebung (darunter fällt sowohl Passivrauchen als auch das Rauchen während der Schwangerschaft bzw. Stillzeit)
  • Mutterschaft in jungen Jahren (unter 20 Jahre)
  • Mehrlings- und Frühgeburten
  • Niedriges Geburtsgewicht
  • Kein Stillen

Vermutungen über mögliche Ursachen kursieren zahlreiche. So werden beispielsweise eine Unreife des Atemantriebs sowie eine schwere Erweckbarkeit des Babys als weitere mögliche Ursachen gehandelt. Eine Rolle bei der Entstehung des plötzlichen Kindstodes könnten des Weiteren die sogenannten RS-Viren (Respiratory-syncytical-Virus) tragen. Dieser Virus ruft Atemwegserkrankungen hervor. Auch Enteroviren stehen im Verdacht - sie rufen Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelentzündungen hervor.

Nach neusten Studien sollen Stoffwechselstörungen des Gehirns Schuld am plötzlichen Kindstod sein. Dabei wird ein Neuro-Peptid names Substance P fehlerhaft übertragen. Die Steuerung von Atmung und Kopf- und Nackenbewegung kann gestört werden, wodurch Körper und Gehirn bei einer Unterversorgung an Sauerstoff nicht richtig reagieren können.

Vorbeugende Maßnahmen einleiten

Als Eltern können Sie die Risikofaktoren bis zu einem gewissen Grad eindämmen. Gehört Ihr Säugling der Gruppe besonders gefährdeter Kinder an, können Atmung und Herzfrequenz mittels eines Monitors überprüft werden. Fachleute raten zur Umsetzung der folgenden Handlungsempfehlungen, um dem Eintreten des plötzlichen Kindstods vorzubeugen:

Baby in Rückenlage Das Baby sollte im ersten Lebensjahr nur in Rückenlage schlafen.
  1. Achten Sie bis zum ersten Lebensjahr verstärkt darauf, dass Ihr Baby in Rückenlage schläft. Bauchlage birgt ein Risiko für plötzlichen Kindstod. Auch Seitenlage sollte vermieden werden, da das Baby in Bauchlage rollen kann. Die Bauchlage im wachen Zustand ist übrigens kein Problem.

  2. Lassen Sie Ihr Kind in einer rauchfreien Umgebung aufwachsen. Schon Rückstände von Rauch und Zigaretten an der Kleidung der Eltern können gefährlich sein.

  3. Verzichten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit auf den Konsum von Zigaretten.

  4. Die Schlafunterlage sollte luftdurchlässig und nicht zu weich sein.

  5. Stillen stärkt das Immunsystem – Babys mit starkem Immunsystem sind seltener vom plötzlichen Kindstod betroffen.
Stillen als Prävention für Kindstod Stillen verringert das Risiko für plötzlichen Kindstod.
  1. Kontrollieren Sie die Umgebungstemperatur: Ideal (zum Schlafen) ist eine Raumtemperatur von maximal 18 Grad Celsius. Überwärmung hemmt den Atemreflex. Deshalb haben Wärmflasche oder Felle im Babybett auch nichts zu suchen - auch nicht bei Krankheit.

  2. Überhitzung stellt ein großes Risiko dar. Deshalb gilt: Das Baby darf im Haus keine Mütze tragen, nachts genügt ein Schlafanzug. Schwitzt das Baby stark und weist einen heißen sowie feuchten Nacken auf, sollten Sie Ihrem Kind weniger anziehen.

  3. Klimbim hat im Gitterbett nichts verloren. Bettzeug (Kopfkissen, Decke etc.), Kuscheltiere, Schmusetücher, Felle usw. müssen draußen bleiben! So vermindern Sie die Gefahr, dass die Atemwege des Kindes blockiert werden. Ein gut sitzender Babyschlafsack ist vollkommen ausreichend – der Vorteil: Die Kinder können sich die Decke nicht über den Kopf ziehen. Beim Schlafsack sollte die Öffnung nicht zu groß sein, damit Ihr Kind nicht in den Schlafsack rutschen kann. Allgemein sollte das Baby sich nicht darin einwickeln können. Zudem sollte der Schlafsack an die Jahreszeit angepasst sein um Überhitzung zu vermeiden.
    Wenn Sie Ihr Kind mit einer Decke zudecken, achten Sie darauf, den Säugling nur bis zur Brust zu bedecken. Die Decke darf darüber hinaus nicht zu schwer sein. Legen Sie das Baby so ins Bettchen, dass es das Fußende berührt - so kann es nicht unter die Decke rutschen.

  4. Haben Sie die Möglichkeit, sollten Sie das Beistellbett während der ersten Monate im Elternschlafzimmer positionieren. Die Atemgeräusche der Eltern können sich positiv auf die Atmung des Babys auswirken. Das Schlafen im Bett der Eltern kann allerdings wiederum ein Risiko bergen.
Baby schläft bei Eltern Die Atemgeräusche der Eltern können positiv für die Atmung des Kindes sein.
  1. Suchen Sie bei Schnupfen oder Fieber einen Kinderarzt auf. Blockierte Atemwege durch eine Erkrankung können nämlich das Risiko für plötzlichen Kindstod erhöhen.

  2. Belegen Sie einen Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge, um in Notfall bzw. bei erkennbaren Anzeichen eine Herzmassage bzw. Mund-zu-Mund-Beatmung durchführen zu können.

Wichtigste Regeln: Rückenlage! Richtige Schlafumgebung bzw. Richtiges Babybett! Rauchfrei!

Frühe Symptome

Stellen Sie bestimmte Symptome oder Verhaltensweisen bei Ihrem Baby fest, so sollten Sie sofort handeln und einen Arzt aufsuchen. Diese können nämlich Vorboten eines plötzlichen Kindstodes sein und weisen darauf hin, dass vor allem mit der Schlafsituation des Kindes etwas nicht stimmt. Besonders hoch ist das Risiko hierbei, wenn Ihr Baby untergewichtig ist.

  • Das Gesicht des Säuglings wird vor allem rund um den Mund bläulich.
  • Die Kleidung des Babys ist nass, da das Kind stark schwitzt.
  • Ihr Kind ist sehr blass.
  • Es gibt kürzere Atempausen, bei denen das Kind blass oder bläulich wird.
  • Sie bemerken längere Atempausen, d.h. länger als ca. 15 Sekunden.
  • Ihr Baby lässt sich nur schwer wecken.
  • Die Haut des Babys bekommt komische Flecken.
  • Das Baby schreit sehr schrill und lässt sich kaum beruhigen.
  • Fieber tritt plötzlich und ohne Grund auf.
  • Der Säugling möchte keine Nahrung zu sich nehmen.
  • Ihr Baby muss sich öfter übergeben.
  • Häufiges Verschlucken und das Trinken fällt schwer.

 

Weiterführende Informationen erhalten Sie im Ratgeber Was muss ich in der Schwangerschaft beachten?.

 

 


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