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So klappt es mit dem Stillen - Tipps & Positionen

Grafik so klappt es mit dem Stillen Mit unseren Tipps und der geeigneten Stillposition, klappt das stillen mit Sicherheit. (Einfach klicken zum Vergrößern).

Das Stillen ist sowohl für das Kind als auch für die Mutter von Vorteil: Zum einen ist die Muttermilch die ideale Nahrung für Ihr Kind, da deren Bestandteile von der Natur speziell auf die Bedürfnisse Ihres Kindes abgestimmt sind. Zum anderen sorgt das Stillen für eine innige Beziehung zwischen Mutter und Kind, da die Stillphasen für Sie und Ihr Baby entspannte Momente der Zweisamkeit sind. Allerdings kann es vorkommen, dass beim Stillen gewisse Probleme auftauchen: Milchstau, zu wenig Milch oder ein verängstigtes Kind sind nur ein paar der eventuellen Schwierigkeiten. Doch mit den richtigen Tipps und der passenden Stillposition sind diese in den Griff zu bekommen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Anfangszeit des Stillens
  2. Milchstau & störrisches Verhalten des Kindes
  3. Wie oft am Tag stillen?
  4. Hunger beim Baby erkennen
  5. Stillpositionen
  6. Wann welche Brust anbieten?

Die Anfangszeit des Stillens

Direkt nach der Geburt produziert die Brust der Mutter die sogenannte Vormilch, die auch Kolostrum genannt wird. Sie ist regelrecht dickflüssig, was daran liegt, dass sie sehr viele Eiweiße enthält, die die Abwehr des Babys stärken sollen. Nach einigen Tagen produziert die Mutterbrust größere Mengen Milch, nach etwa zwei bis drei Wochen fließt dann die normale (reife) Muttermilch. Viele Mütter leiden zu Beginn der Stillzeit darunter, dass Ihre Brust nicht genügend Milch produziert. Daher ist es wichtig das Baby häufig an die Brust anzulegen, damit sich diese auf die Nachfrage des Kindes einrichten kann. Es kann auch helfen die Stillpositionen zu wechseln, damit alle Brustbereiche zugunsten der Milchbildung angeregt werden.

Milchstau & störrisches Verhalten des Kindes

Wenn die gebildete Milch nicht richtig abfließen kann, verhärtet sich die Brust und beginnt zu schmerzen. Das ist oftmals dann der Fall, wenn sich der Rhythmus des Stillens geändert hat, weil Ihr Kind nun zu anderen Zeiten Hunger hat und längere Phasen ohne Mahlzeit auskommt. Es ist wichtig, dass die Milch abfließt, da ansonsten der Schmerz bestehen bleibt. Legen Sie das Kind deshalb zuerst an die schmerzende Brust an.

Bei geröteten Stellen auf der Brust können Quarkwickel Abhilfe schaffen. Damit die Milch besser fließt, kann es außerdem vor dem Stillen sinnvoll sein, die Brust anzuwärmen (z. B. mit einem warmen Kirschkern- bzw. Wärmekissen). Kinder können die Brust mitunter ablehnen, weil sie eine negative Erfahrung gemacht oder vor Kurzem das Fläschchen bekommen haben und nun verwirrt sind. Hier kann es sinnvoll sein, das Kind im Halbschlaf zu stillen: Das Baby ist noch benommen und sträubt sich in der Regel nur selten.

Manchmal wollen Babys auch deshalb nicht von der Brust trinken, weil auf der Haut der Mutter extrem riechende bzw. schmeckende Kosmetika aufgetragen sind. Sie sollten Ihren Körper und Ihre Brust also nicht direkt vor dem Stillen mit Cremes einreiben. Alternativen zur Muttermilch finden Sie in einem unserer Ratgeber.

Wie oft am Tag stillen?

Bild Mutter stillt Ihr Baby Legen Sie keine festen Fütterzeiten fest, sondern achten Sie auf die aktiven und passiven Signale Ihres Babys.

Es heißt, dass ein Neugeborenes mindestens 8- bis 12-mal in 24 Stunden gestillt werden sollte. Entgegen der früheren Meinung müssen dabei allerdings keine strikten Intervalle eingehalten werden. Viele frischgebackenen Eltern würden sich gerne eine genaue Anleitung für Ihr Kind wünschen, welche alles so viel leichter machen würde. Natürlich wäre es einfacher, Ihr Baby konsequent alle 3 bis 4 Stunden zu füttern, aber leider wäre das für Ihr Neugeborenes nicht das Richtige. Achten Sie also stattdessen auf die aktiven oder passiven Signale.

Dabei ist es egal, ob das letzte Stillen erst 10 Minuten her ist oder schon 3 Stunden. Sie müssen immer daran denken, dass der Magen Ihres Babys sehr klein ist und somit nicht besonders viel hineinpasst. Aus diesem Grund müssen Säuglinge eben sehr oft trinken. Außerdem kommt es auch immer darauf an, wie viel diese auf einmal trinken bzw. wie viel Milch Sie gespeichert haben. Einen pauschalen Rhythmus festzulegen ist somit sinnlos.

Wie erkenne ich, ob mein Kind Hunger hat?

Mitunter klappt das Stillen nicht richtig, weil es schwer auszumachen ist, wann das Baby Hunger hat: Einige Kinder schreien nämlich nicht, wenn sie hungrig sind. Achten Sie daher auf besondere Verhaltensweisen Ihres Kindes. Wenn es ungewöhnlich viele Saugbewegungen macht und/oder die Hand oft zum eigenen Mund führt, heißt dies in der Regel, dass es Hunger hat. Auch laute Seufzer und unruhige Bewegungen können auf Hunger Ihres Kindes hinweisen. Weitere frühe Anzeichen, dass Ihr Baby Hunger haben könnte sind: Flatternde Augenlider im Halbschlaf, Lippenschlecken und Schmatzen oder das Herausstrecken der Zunge. Bei all diesen Signalen können Sie bereits versuchen Ihr Baby an die Brust anzulegen.

Als klares Hungerzeichen können Sie es sehen, wenn Ihr Baby seine Hand bzw einzelne Finger in den Mund steckt. Auch das wilde herumschlagen mir Armen und Beinen sowie wimmernde oder quietschende Geräusche, sind ein klares Zeichen für Hunger. Das aktive Schreien oder Weinen ist das allerletzte Signal, welches das Baby Ihnen sendet. Meist ist das Stillen in diesem Zustand sehr schwierig, da Ihr Kind nicht stillhällt. Achten Sie also auf die oben genannten Signale, um diese Situation möglichst zu vermeiden. Sie werden bald herausfinden, wie Sie die Signale Ihres Neugeborenes richtig deuten.

Verschiedene Stillpositionen - das richtige Anlegen

Grafik Baby stillen Das Kinn und die Nasenspitze Ihres Babys sollten beim Stillen immer Ihre Brust berühren.

Die Grundregeln für alle Stillpositionen

Es existieren ein paar Grundregeln, welche für alle Stillpositionen gleichermaßen gelten:

  • Es ist sehr wichtig, dass Sie bequem sitzen / liegen. Ihr Körper muss entspannt sein.
  • Enger Körperkontakt zur Mutter (Haut an Haut und Bauch an Bauch).
  • Die Nase bzw. Oberlippe des Babys muss direkt vor der Brustwarze liegen.
  • Das Neugeborene darf seinen Kopf nicht verdrehen oder überstrecken.
  • Das Kind wird zur Brust gezogen, nicht die Brust zum Kind.
  • Kinn und Nasenspitze müssen Ihre Brust berühren.
  • Das Baby während des Stillens nicht im Gesicht oder Nacken berühren.

Denn wenn Sie Ihr Kind im Nacken berühren, lösen Sie damit den natürlichen Streckreflex aus. Das berühren des Gesichts hingegen irritiert Ihr Neugeborenes, da es dadurch links bzw. rechts nach Ihrer Brustwarze suchen würde. Wenn Kinn und Nasenspitze Ihre Brust berühren, kann das so aussehen als würde Ihr Kind keine Luft mehr bekommen, aber keine Panik, es bekommt genügend Luft.

Zurückgelehntes Stillen / Laid-back-Nursing

In den ersten Wochen wird das sogenannte zurückgelehnte Stillen empfohlen, da in dieser Position das Baby seinen natürlichen Reflexen folgen und selbstständig andocken kann. Das Baby wird hierbei auf den Bauch der Mutter gelegt und erfässt die Brustwarze von selbst und richtig. Die Mutter befindet sich hierbei in einer halb liegenden, halb sitzenden Position. Machen Sie es sich mit Hilfe von mehreren Kissen und/oder Stillkissen bequem. Sie sollten am Ende so sitzen, dass Sie und Ihr Baby sich in einer stabilen Position befinden, in der das Baby nicht festgehalten werden muss. Stillprobleme, wie schmerzende Brustwarzen, treten in dieser Haltung viel seltener auf. Auch wenn diese Probleme bereits aufgetreten sind, kann diese Position Abhilfe schaffen. Sie können Ihre Brust mit der Hand etwas halten, um Ihr Baby zu unterstützen. Idealerweise haben Mutter und Baby bei dieser Methode möglichst wenig an, um in direktem Kontakt zueinanderzustehen und das Abstützen und Robben zu erleichtern.

Die Wiegen-Haltung

Diese Stillhaltung werden Sie schon öfter gesehen haben, da viele Frauen sie in der Öffentlichkeit verwenden. Dabei sitzt die Mutter aufrecht und stillt Ihr Kind indem Sie es in Ihrem Arm hält. Der Kopf ruht in der Ellenbeuge oder auf dem Unterarm. Die bequeme Sitzhaltung wird mithilfe des Stillkissens gewährleistet. In dieser Haltung ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass die Brust aus dem Mund Ihres Babys rutscht. Die Mutter kann mit Hilfe des C-Griffs (Daumen oben, Finger unten) ihre Brust stützen, um Ihrem Kind zu Helfen. Da diese Haltung überall angewandt werden kann, ist sie besonders für unterwegs beliebt.

Stillen im Liegen

Bild Mutter stillt im Liegen Die liegende Stillposition erlaubt Ihnen eine entspannte Stillzeit in der Sie auch mal dösen können.

Das Stillen im Liegen ist vor allem für Fortgeschrittene geeignet, da der Mund des Babys und die Brust schwieriger zu sehen sind. Wenn Sie diese Position allerdings beherrschen, dann ist sie sehr entspannend und perfekt geeignet zum Ausruhen. In dieser Stillposition liegen Mutter und Kind ganz eng beieinander und berühren sich Bauch an Bauch. Stützen Sie den Rücken Ihres Babys entweder mit der Hand oder mit einem Stillkissen. Winkeln Sie außerdem Ihre Arme und Beine um Ihr Kind, um ihm Sicherheit und Geborgenheit zu suggerieren. Sie können beide Brüste zum Trinken anbieten, ohne die Position wechseln zu müssen. Alle Mütter sollten diese Haltung erlernen, um dauerhaft erholsam stillen zu können. Wenn Sie einen Kaiserschnitt hatten ist diese Methode die erste die Sie lernen werden, da Sie sich die ersten Tage (oder Wochen) nicht aufsetzten und das Baby nicht auf Ihren Bauch legen dürfen.

Wann welche Brust anbieten?

Grundsätzlich kann man sagen, dass die erste Brust erst zu Ende getrunken werden sollte, bevor die Zweite dran ist. Das ist deshalb so, weil der fettgehalt der Milch steigt, je leerer die Brust wird. Diese gesättigte Milch sollten Sie Ihrem Baby nicht vorenthalten. Wie lange Ihr Baby saugt, ist von Kind zu Kind und von Mal zu Mal unterschiedlich. Manchmal sind es nur 15 Minuten, ein anderes Mal kann es eine halbe Stunde dauern. Solange Ihr Baby aber aktiv saugt, sollten Sie es nicht von der Brust nehmen. Es kann sein, dass auch noch die zweite Brust gebraucht wird, muss es aber nicht. Frauen, die weniger Milch produzieren, sollten immer beide Seiten anbieten, um sicher zu gehen, dass das Baby satt ist.


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