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Faszination Pokémon - beeindruckende Entwicklung eines Videogames

Grafik Pikachu verpixelt Das Pokémon Pikachu existiert seit der ersten Spielegeneration (Zum Vergrößern klicken)

Bei der Marke Pokémon handelt es sich um vom Leiter der Spiele-Firma Game Freak produzierte Fantasiewesen, die vor allem durch ein im Jahre 1996 von Nintendo veröffentlichten Videogames sehr bekannt wurden. Da das Unternehmen mit den Pokémon Spielen einen großen Erfolg erzielen konnte, folgte kurz darauf eine Fernsehserie im Anime-Stil sowie zahlreiche weitere Merchandising Artikel wie Plüschfiguren, Sammelkarten, Zeitschriften und vieles mehr. Jede Pokémon Folge aus der gleichnamigen Serie beschäftigt sich mit neuen Abenteuern, die die Figuren auf einer Reise erleben. Auch 18 Kinofilme sind mittlerweile rund um die Pokémon Figuren erschienen.

Wie alles begann

Erschaffen wurde Pokémon von einem Mann namens Satoshi Tajiri. In seiner Kindheit sammelte der Japaner, der in der Nähe der Metropole Tokio aufwuchs, leidenschaftlich gerne Insekten, vor allem Käfer, um sie zu zeichnen und auf den resultierenden Bildern gegeneinander kämpfen zu lassen. In diesem Sinne hat Tajiri die grundlegenden Merkmale des Pokémon-Spiels direkt aus seiner eigenen (kindlichen) Erfahrungswelt heraus entwickelt. Dass es ausgerechnet zur Kreation eines Videogames kam, ist ebenfalls erklärbar: Während seiner Ausbildung an einer technischen Hochschule kam Tajiri mit Videospielen in Berührung. Diese begeisterten ihn so sehr, dass er einen großen Teil seiner Freizeit in Spielhallen verbrachte. Allmählich wurde er zu einem echten Experten in diesem Metier und gewann in der Folge sogar einen Videospiel-Kreativitätswettbewerb. Gemeinsam mit Freunden brachte Tajiri im Jahr 1982 das Spielemagazin Game Freak heraus. Dasselbe Team sowie das Entwicklerstudio Creatures unterstützten ihn bei der Vollendung der ersten Pokémon-Spiele, die am 27. Februar 1996 von Nintendo in Japan veröffentlicht wurden.

Ein erstaunlicher Erfolg, der sich definitiv sehen lassen kann

Die Marke Pokémon konnte bis heute zahlreiche Erfolge verzeichnen. Allein die Videospiele aus der Pokémonreihe verkauften sich bis heute weit über 200 Millionen Mal. In heutiger Zeit sind die Produkte und Figuren aus dem Pokémon Universum nach wie vor sehr beliebt. So zählen die diversen Merchandising Produkte beispielsweise zu den erfolgreichsten in der Spieleindustrie überhaupt. Ganz gleich ob nun die vielen spannenden Pokémon Cheats aus den Spielen, die Pokémon Edition, die stets mit neuen Designs überzeugen kann, oder auch die lustigen Pokémon Folgen aus der Serie – all diese Dinge ziehen nach wie vor viele Kinder und Jugendliche in den Bann. In Nagoya (Japan) wurde sogar ein eigener Pokémon Vergnügungspark mit zahlreichen Attraktionen eröffnet.

Die Meilensteine in der Pokémon-Historie

Bild Plüschfigur Pikachu Egal ob Plüschpuppen, Regenschirme oder T-Shirts - von Pokémon gibt es jeden Merchandising-Artikel

Zu Beginn lieferte Publisher Nintendo lediglich 200.000 Exemplare an den Handel aus. Man vermutete, die Spiele würden ohnehin nur eine begrenzte Käuferschicht ansprechen. Keiner der Beteiligten hatte es auch nur ansatzweise für möglich gehalten, dass diese Videospiele den totgeglaubten Game Boy wiederbeleben und den Grundstein für eine der erfolgreichsten Videogamereihen aller Zeiten legen könnten. Und doch ist es genau so gekommen.

In Japan nahmen die Händleranfragen nach den Games kontinuierlich zu. So leiteten die Verantwortlichen durch die Vergabe von Lizenzen die Produktion diverser zusätzlicher Pokémon-Unterhaltungsmedien in die Wege. Diesbezüglich sind insbesondere die Anime-Fernsehserie, Kinofilme und das Sammelkartenspiel zu nennen. Letzteres gehört weltweit zu den begehrtesten Erzeugnissen innerhalb dieses Spielegenres.

Und damit sind wir immer noch nicht am Ende mit den Superlativen: Der durchschlagende Erfolg der Pokémon-Games löste auch einen der größten Merchandising-Booms der Geschichte aus. An Artikeln mit Pokémon-Motiven gibt es nichts, was es nicht gibt. Ob Plüschpuppen oder Sammelfiguren, Regenschirme oder T-Shirts, Speiseeis oder Makkaroni - nahezu alle erdenklichen Produkte wurden gefertigt und auf den Markt gebracht. In der Heimat von Pokémon eröffneten sogar mehrere Pokémon-Stores. Ganze Kaufhäuser widmete man den Merchandising-Accessoires. Selbst die japanische Fluggesellschaft konnte nicht widerstehen und verpasste einem ihrer Jets ein Pokémon-Outfit und offerierte im Passagierraum exklusive Pokémon-Souvenirs.

1998 erreichten die Pokémon-Spiele die USA und 1999 schließlich auch Europa. Dort erschienen die Games fast zeitgleich mit der Anime-Serie, den Sammelkarten und den Merchandising-Artikeln. Wenig später folgte auch der erste von bislang 18 Kinofilmen. Viele sehen diese plötzlich eintretende mediale Omnipräsenz von Pokémon als mitverantwortlich für den globalen Erfolg der Spiele, die beinahe jährlich in aktualisierten Fassungen daherkamen. Mit der Zeit gesellten sich mehr und mehr Charaktere hinzu. Darüber hinaus wurden die Grafik und Spielfunktionen von Mal zu Mal optimiert.

Inzwischen gibt es unzählige Pokémon-Spiele für die verschiedensten Konsolen beziehungsweise Endgeräte - vom altehrwürdigen Game Boy über Nintendo DS, 2DS und 3DS bis hin zu Smartphone, iPhone und Tablet. Darüber hinaus existiert auch eine ganz eigene Pokémon-Konsole: Das Handheld-System Pokémon Mini ist die kleinste Spielkonsole der Welt. Für den kompakten Spaß mit Scharz-Weiß-Bildschirm, Vibrationseffekt, Shock-Sensor, Infrarotschnittstelle und integrierter Uhr stehen mehrere austauschbare Spielmodule zur Verfügung, beispielsweise Pokémon Tetris oder Pokémon Pinball Mini.

Addiert man die Verkaufszahlen sämtlicher Pokémon-Spiele, ergibt sich nach Herstellerangaben eine Summe, die mittlerweile die 200-Millionen-Grenze übertrifft. Nicht zu vergessen die Milliardenumsätze, die Kinofilme, Sammelkarten und Merchandising-Artikel mit sich brachten - und bringen. Doch was zeichnet die so extrem populäre Pokémon-Welt eigentlich aus?!

Die Welt und das Spielprinzip von Pokémon

Bild Pokéball Mit dem Pokéball können die Pokémon gefangen werden

Beim Spielen von Pokémon bewegt sich der Aktive durch eine Spielwelt, die auf einer zusammenhängenden Weltkarte basiert. Diese beinhaltet Städte, die über durchnummerierte Routen miteinander verbunden sind. Darüber hinaus gibt es Örtlichkeiten wie Höhlen oder bestimmte Gebäude, die sich nicht direkt in der Weltkarte befinden und die man nur durch spezielle Eingänge oder bei Events betreten und verlassen kann. In dieser Spielwelt geht es darum, möglichst viele Pokémon-Arten zu sammeln, indem man sie fängt, tauscht oder durch Paarung zweier Monster quasi selbst gebärt. Jedes erhaltene Wesen wird in den sogenannten Pokédex eingetragen. Dabei handelt es sich um ein Lexikon, das man zu Beginn des Spiels erhält und in dem automatisch die Daten aller gesammelten Pokémon erfasst werden. Mit seinen Monstern tritt der Spieler in den Kämpfen gegen die Pokémon anderer Trainer an und versucht, in kleinen Schritten zum Meister aufzusteigen. In den Duellen sollen die Wesen trainiert und stärker gemacht werden. Zwischendurch muss der Aktive auch so betitelte Arenaleiter in verschiedenen Städten bezwingen. Gelingt ihm dies, kann er als letzte Herausforderung der Elite der Pokémon-Liga gegenübertreten, um den Titel des Champions zu erringen. Neben der schon angesprochenen Paarungsoption sind einige weitere Extras in die Pokémon-Spiele eingebettet. So ist beispielsweise zu erwähnen, dass die besiegten Monster nicht etwa sterben, sondern behandelt, geheilt und wieder aufgebaut werden können. Insofern stellt die (im Spieluniversum häufig befürchtete) Vernichtung der Gegner keinen Bestandteil der Pokémon-Games dar.

Pokémon Go - das neueste Spielvergnügen

Pokémon Go funktioniert im Grunde genommen nach demselben Prinzip wie die anderen - für die unterschiedlichen Nintendo-Geräte konzipierten - Pokémon-Spiele. Man sucht nach den Taschenmonstern, fängt und trainiert sie, um daraufhin mit ihnen gegen andere Pokémon-Trainer zu kämpfen. Alternativ gestaltet sich jedoch die Form des Spiels. Mittels Smartphone, iPhone oder Tablet wird man in die echte Welt auf Pokémon-Jagd geführt, um draußen nach den süßen Monstern zu fahnden. Da trifft man dann Pikachu auch mal an einer Straßenecke oder kommt nicht umhin, eine Kirche zu betreten, um ein Schiggy zu erbeuten. Es handelt sich um ein positionsbezogenes Game, das sich zur Gestaltung der Spielumgebung der erweiterten Realität (Augmented Reality) bedient. Durch das Global Positioning System (GPS) und die Mobilfunkortung ermittelt das Spiel die Standortdaten des Users, um ihn virtuell auf einer Landkarte zu positionieren. Letztere basiert auf dem Kartenmaterial von Google Maps. Gespielt wird im Empfangsbereich des GPS-Signals, in der Regel also im Freien. Dort nutzt das Game Sehenswürdigkeiten, Wahrzeichen und andere auffällige Objekte der echten, materiellen Welt zur Realisierung einer virtuellen Spielwelt. So vermischt Pokémon Go also die Fantasie mit der Wirklichkeit - und spricht damit ganz offensichtlich sehr viele Menschen an, zu denen im Übrigen nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern durchaus auch Erwachsene zählen.

Über die Auswirkungen von Pokémon Go

Bild Pokémon-Schild Leider kommt es beim Pokémon-Go-Spielen immer wieder zu Unfällen. Unbekannte Gegenden sollten daher gemieden werden

Vor allem Eltern von Kindern, die gerne und häufig Pokémon spielen, sorgen sich um ihren Nachwuchs. Experten zufolge besteht dafür allerdings kein triftiger Grund. Von Gewaltverherrlichung kann keine Rede sein, da - wie bereits angesprochen - die Tötung beziehungsweise böswillige Vernichtung der Monster nicht das Ziel des Spiels ist. Stattdessen geht es darum, die Wesen zu erziehen, aufzubauen, besser zu machen - und notfalls auch zu heilen. Des Weiteren ist zu erwähnen, dass die Pokémon-Spiele in aller Regel die Konzentration des Aktiven fördern. Der Spieler muss in den neuesten Versionen über 700 Pokémon-Charaktere präzise unterscheiden können, um letzten Endes zum Erfolg zu kommen. Zu diesem Zweck gilt es auch ein hohes Maß an Ausdauer aufzubringen und teilweise sehr komplexe Spielsituationen gekonnt zu managen. Heißt also: Pokémon hat zweifelsohne sinnvolle Eigenschaften, von denen Kinder in ihrer Entwicklung profitieren (können). Die bislang genannten Auswirkungen betreffen sämtliche Pokémon-Spiele. Pokémon Go wird noch um einen weiteren Faktor ergänzt: Das Spiel überwindet die Grenzen der bis dato existierenden Computerspiele und animiert den User dazu, nach draußen zu gehen, sich aktiv zu bewegen, um Spiel-Items zu sammeln und sich dem Ziel, Champion zu werden, allmählich anzunähern. Ein Beispiel aus der Pokémon-Spielwelt zur Veranschaulichung: Um ein Ei auszubrüten (also ein neues Pokémon zur Welt zu bringen), muss man mitunter mehrere Kilometer zu Fuß gehen. Erste Studien (Michigan State University, University of California) deuten schon darauf hin, dass Pokémon Go das Potenzial hat, den Lebensstil einiger Menschen zu verbessern. Durch das Spazierengehen könnten diese lernen, Bewegung mit Spaß zu verknüpfen, und sich in der Folge auch anderen Aktivitäten in der Natur widmen - etwa dem Radfahren oder Schwimmen. Nichtsdestotrotz wird auch deutlich darauf hingewiesen, dass man unbekannte Gegenden und das Spielen bei Nacht sicherheitshalber vermeiden sollte. Generell ist es wichtig, auch beim Spielen seine Umgebung im Auge zu behalten. Ansonsten wird aus dem tollen Spaß möglicherweise schnell bitterer Ernst. Tatsächlich befindet sich Pokémon Go immer wieder in den Schlagzeilen - aufgrund komischer, aber leider auch tragischer Unfälle, die im Zusammenhang mit der Monsterjagd passieren.

Immer wieder neue Ideen – das Pokémon Universum verbreitet sich

Nicht zuletzt wegen der immer wieder neuen kreativen Entwicklungsideen ist die Marke Pokémon seit so vielen Jahren erfolgreich. Das Design ist typischerweise farbenfroh gehalten und die Figuren sind niedlich gestaltet. Auf diese Weise schließen die Menschen die unterschiedlichen Figuren sofort ins Herz oder entwickeln zumindest irgendeine Emotion zu den Figuren. Die Artikel zeichnen sich vor allem durch die hochwertigen Produktionsverfahren aus, die eine möglichst lange Qualität und Freude an den Artikeln gewährleistet. Interessierte werden immer wieder aufs Neue überrascht und bleiben daher den Produkten bis heute immer noch treu.

 

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